HAUBNER – Pionier in der hydroponischen Salat-Kultur

Unseren familiengeführten Gemüsebaubetrieb in Nürnberg habe ich 2004 von meinen Eltern übernommen. Zunächst mit bis zu 60 Kulturen im Anbau habe ich zusammen mit meiner Frau Eva im Jahr 2014 Deutschlands erstes Gewächshaus für hydroponischen Anbau von Salaten mit Wurzelballen gebaut. Unsere Geschichte „SalaJoe®“ (= Salate von Jochen und Eva) begann und unser Betrieb entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem innovativen, führenden Spezialbetrieb.

Warum habt ihr euch für die Hydroponik-Produktion entschieden?

Den ersten Impuls bekam ich 2002 im Outback Australiens – ein knackiger Salat in der Hitze? Beim Entnehmen sah ich, dass der Salat eine Wurzel hatte und im Wasser stand. Seitdem verfolgte ich die Idee und viele Recherchen, Versuche und Jahre später verwirklichten wir uns 2014 unseren SalaJoe®-Traum.

Beim hydroponischen Anbau überzeugt uns der ressourcenschonende Einsatz von Wasser, Nährstoffen, Energie und Fläche sowie ein gleichmäßiges, regionales und qualitativ hochwertiges Produkt rund ums Jahr.

Die Kombination aus technischem Verständnis und weiterhin zwingend erforderlichen „grünen Daumen“ hat mich als Gärtnermeister und Technik-Fan herausgefordert und begeistert mich nach wie vor.

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Wie sieht eure Produktion aus?

Unsere Wurzelsalate produzieren wir in Rinnen (MGS = Mobile Gully System), die durchs Gewächshaus wandern. Die Menge, die auf der einen Seite für die Ernte entnommen wird, wird am gleichen Tag wieder auf der anderen Seite eingesetzt. So läuft das System nie leer.

Einen Teil unserer Beleuchtung haben wir auf LED umgestellt. Strom und Wärme kommen aus Kraft-Wärme-Kopplung, das dabei anfallende CO₂ wird als Dünger für die Pflanzen verwendet. Unsere Produkte vertreiben wir überwiegend über die gebietsansässige Erzeugergenossenschaft Franken-Gemüse e.G.

Wir experimentieren mit neuen Anbausystemen für Schnittsalate und sind natürlich immer auf der Suche nach den besten Sorten.

 

Was sind eure Produkte?

Inzwischen produzieren wir fast nur noch Trio-Salate, da dieses Produkt bei den Verbrauchern besonders beliebt ist und so nur aus Hydroponik kommen kann. Neben der längeren Haltbarkeit haben die Kunden auch den Vorteil, mit nur einem Salat eine bunte Mischung auf den Teller zu bekommen. Hierbei gibt es unzählige Kombinationsmöglichkeiten, welche wir von Jahr zu Jahr getestet und weiterentwickelt haben. Unser Anspruch ist hoch und zusammen mit Rijk Zwaan versuchen wir fortlaufend, attraktive Mischungen zu finden. Wir legen Wert auf eine schöne Färbung und einen guten Geschmack. Eine unserer neuesten Mischungen ist eine Kombination aus nussigem Eichblattsalat, zartem Kopfsalat und knackigem Lollo, allesamt Salanova®-Sorten. Wir testen gerade diesen Salanova®-Trio und hoffen, dass das Produkt beim Verbraucher genauso gut ankommt wie bei uns.

Aktuell testen wir auch neue Typen wie Babyleaf-Kohl, Spinat und Rucola. Ziel ist es, eine Premium-Salatmischung anzubieten. Salanova®-Trio passt auch hier perfekt, ob mit Wurzel oder geschnitten für attraktive Salatmischungen.

Siehe auch:

PDF "Die neue Generation Trio-Salat"

Pilotversuch: In Nürnberg kann man sich jetzt frischen Salat am Automaten ziehen