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Nachrichten - 30-06-2023

Benennung neuer offizieller Rassen von Falschem Mehltau in Salat

Am 1. Juli gab das europäische Komitee des International Bremia Evaluation Board (IBEB-EU) drei weit verbreitete neue Varianten des Falschen Mehltaus in Salat: Bl:38EU, Bl:39EU und Bl:40EU bekannt. Eine beträchtliche Anzahl der aktuellen Salatsorten des Gemüsezüchtungsunternehmens Rijk Zwaan ist gegen diese drei neuen Rassen resistent.

Neue, offiziell benannte Rassen

Falscher Mehltau kann die Blätter von Salat sowohl in geschützten als auch in Freilandkulturen schädigen und zu Ertragseinbußen führen. Die neuen Varianten des Falschen Mehltaus (Bremia lactucae oder Bl) wurden in ganz Europa gefunden, doch in den meisten Gebieten sind nur eine oder zwei Rassen vorhanden. Das IBEB-EU geht davon aus, dass sich diese Varianten im Sommer und Herbst dieses Jahres weiter ausbreiten werden, obwohl es derzeit schwierig ist, vorherzusagen, welche Gebiete mehr oder weniger betroffen sein werden.

Voranschreiten mit robusten Pflanzen 

Der Falsche Mehltau entwickelt sich genetisch ständig weiter. „In der phytopathologischen Forschungseinrichtung von Rijk Zwaan führen wir das ganze Jahr über umfangreiche Tests an unseren Salatsorten durch, um festzustellen, ob sie gegen die verschiedenen Rassen von Bremia resistent sind“, erklärt Hans van der Schee, Assistant Phytopathology Implementation.

„Wir teilen unsere Ergebnisse mit den Rijk Zwaan Teams in der Salatzüchtung, damit diese in der Lage sind, nur die Sorten zu selektieren, die eine Resistenz aufweisen. So können die Anbauer von Salat weiterhin robuste Bestände anbauen“, fügt er hinzu.

Die Entwicklung von Resistenzen gegen Falschen Mehltau ist eine der Säulen des Salatzüchtungsprogramms von Rijk Zwaan. Die Cropspezialisten des Unternehmens erläutern gerne mehr über das aktuelle Angebot an Salatsorten und deren Resistenzen.

Nachhaltige Lösungen

Rijk Zwaan ist ein starker Verfechter des integrierten Schädlings- und Krankheitsmanagements (IPM), um das Risiko von Krankheitsausbrüchen zu verringern. Resistente Sorten spielen eine wichtige Rolle, doch das Unternehmen empfiehlt auch den Einsatz geeigneter Pflanzenschutzmittel, und zwar immer mit Maß, um die Entwicklung neuer Varianten des Falschen Mehltaus zu verhindern. Darüber hinaus kann eine gute Hygienepraxis, wie z. B. das rechtzeitige Unterpflügen von Ernterückständen und kranken Pflanzen, dazu beitragen, die Ausbreitung des Falschen Mehltaus in Salat zu verringern.

International Bremia Evaluation Board

Das International Bremia Evaluation Board (IBEB) ist eine gemeinsame Initiative von Salatzüchtungsunternehmen in den USA, Frankreich und den Niederlanden, der University of California-Davis in den USA, dem niederländischen Inspektionsdienst für Gartenbau (Naktuinbouw) und der französischen National Seed Station (GEVES). Die Aufgabe des IBEB besteht darin, neue Rassen von Bremia lactucae zu identifizieren, die eine erhebliche Bedrohung für die nordamerikanische oder europäische Salatproduktion darstellen, und die Verwendung standardisierter Rassenbezeichnungen in der Kommunikation mit Anbauern zu fördern.

Die Rassen werden von regionalen IBEB-Ausschüssen speziell für jeden Kontinent identifiziert und nominiert. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der International Seed Federation.

Die Rassen Bl:16-28EU von Bremia lactucae werden in Europa in der Praxis kaum noch beobachtet und haben daher keinen Wert mehr für die Beschreibung von Resistenzniveaus gegen diese Krankheit. Daher werden sich ab dem 1. Juli 2023 kommerzielle Angaben zur Resistenz von Salatsorten nur noch auf Bl: 29EU und Rassen mit einer höheren Nummer beziehen und nicht mehr auf die Rassen Bl: 16-28EU.